Offenstall - Reitanlage Gut Kirchhof

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Offenstall

Integration
Usus sind inzwischen eine Vielzahl verschiedener Integrationsmodelle. Jede dieser Methoden hat sowohl Vorteile, als auch Nachteile. Pferde, die an Gruppenhaltung gewöhnt sind, besitzen die Fähigkeit mit einer Integrationssituation umzugehen. Sozialstruktur und Konfliktvermeidungsstratgien, die in der Ethologie eines Pferdes tief verankert sind, sorgen dafür, dass eine weitgehend gefahrlose Integration in eine neue Gruppe überhaut möglich wird. Dies ist überdies im Tierreich keineswegs  eine Selbstverständlichkeit. Bei nicht wenigen, ebenfalls im Sozialverband lebenden Spezies, ist die Integration in eine neue Gruppe mindestens mit schweren Verletzungen, oft auch mit Verlusten verbunden. Bei Pferden ist das Gott sei Dank anders. Dennoch bedeutet eine neue Gruppe insbesondere für das neu integrierte Pferd Stress. Allgemein bekannt ist, dass Stress ein Hauptfaktor vieler Erkrankungen ist. Dazu zählen beim Pferd insbesondere Dysbalancen des Verdauungstraktes wie EGUS, rezidivierende Koliken oder Kotwassersymptomatiken. Um das Stresslevel für neu integrierte Pferde so gering als möglich zu halten, hat sich in wissenschaftlichen Untersuchungen die unmittelbare Integration in die Gruppe als beste Option herausgestellt (FLAUGER et. al 2010). Nachteilig ist, dass bei dieser Methode das durchschnittliche Aggressionslevel gegenüber anderen Methoden erhöht ist. Dem begegnen wir durch das Angebot großer Ausweichflächen und der Vorlage vieler Heunetze, die temporär über den Auslauf verteilt werden. Nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern auch nach unserer persönlichen Erfahrung läuft diese Art der Integration optimal ab.

Pferde benötigen nach unserer Erfahrung mindestens ein ganzes Jahr, bis sie wirklich in ihrem neuen zu Hause angekommen sind. Aus diesem Grund ist es für das Stresslevel eines Pferdes natürlich kontraproduktiv, häufig umziehen zu müssen. Deshalb achten wir bei der Aufnahme neuer Pferde auf eine gute Basis mit Ihnen als Besitzer und Ihrem Pferd, um eine auf lange Frist angelegte, stabile Gruppe zu erhalten.

Komplizierter kann die Integration von Pferden sein, die lange einzeln gehalten wurden. Pferde erlernen soziales Verhalten und die Akzeptanz der Rangordnung in einer Gruppe vor allem im Jungpferdealter. Daher ist die Integration solcher Pferde in eine neue Gruppe nicht selten problembhaftet.
Was macht mein Pferd eigentlich den ganzen Tag im Offenstall?
Der Morgen beginnt für unsere Pferde mit dem Frühstück. Dazu separieren wir die Pferde in verschiedene Bereiche, wo sie in Ruhe ihr Kraftfutter verspeisen können. Während der Fütterung wird der Auslauf gereinigt, Heu nachgefüllt und jedes Pferd kontrolliert. Danach gehen die Pferde im Sommer in der Regel gemeinsam auf die Weide. Um die Mittagszeit kommen die meisten Pferde wieder von der Weide in den Auslauf zurück, trinken einen Schluck und halten dann ihren Mittagsschlaf. Bei kühleren Temperaturen verschiebt sich die Siesta eher in die Nachmittagsstunden.
Am Nachmittag fressen die Pferde meistens im Schatten der Raufen Heu und gehen gegen Abend wieder auf die Weide zum Grasen. Abends bekommen die Pferde ihr Abendessen, der Auslauf wird erneut gereinigt und die Pferde ein weiteres Mal kontrolliert. Nach der Fütterung spielen die Buben ganz gerne, die Damen gehen Heu fressen. Manche Pferde legen sich nach dem Abendessen auch mit Vorliebe hin. Nachts fressen unsere Pferde bis in die frühen Morgenstunden Heu. Gegen zwei Uhr morgens beginnt die Ruhephase bis etwa fünf Uhr, wenn die Gruppe wieder zu den Heuraufen geht. Unsere Pferde können sich ihren Tagesablauf weitgehend frei einteilen. Bei extremer Witterung verbringen unsere Offenstallpferde die Nacht in der Box. Weil unsere Offenstallpferde so selten in der Box stehen, hat keines der Pferde seine persönliche Box. Wir stimmen die Boxennachbarn in diesem Fall auf den aktuellen Freundschaftsstatus und die Rangordung ab, um Stresssituationen möglichst zu vermeiden.
Management
Unsere Pferde werden vierteljährlich entwurmt. Dies erfolgt bei uns durch eine selektive Entwurmung nach Kotbefund. Sie bekommen von uns ein Probenröhrchen, dass Sie bestücken und in einen vorbereiteten Korb stellen. Wir schicken die Proben dann ins Labor und Sie bekommen den Befund. Anschließend bekommen Sie eine entsprechende Wurmpaste von Ihrem Tierarzt. Alternativ können Sie auch unser Team teilweise oder gänzlich mit dem Entwurmungsmanagement beauftragen.
Beim Anweiden arbeiten wir zusammen und treffen uns in der Anweidezeit täglich zum vereinbarten Zeitpunkt. Da unsere Pferde in der Regel wenig begeistert sind, nach 10 Minuten bereits wieder hereingeholt zu werden, wird jedes Pferd vor dem Weidegang gehalftert. Wenn die Zeit um ist, holen wir jedes Pferd von der Weide herein. Einige Pferde kommen freiwillig auf unseren Pfiff, andere möchten gern gesondert eingeladen werden. Ihre Aufgabe als Pferdebesitzer besteht dann darin, Ihr Pferd wieder von der Weide in den Auslauf zu geleiten. Selbstverständlich können auch wir das Anweiden für Sie übernehmen.
Leistungen & Preise
Ein Überblick über die von uns angebotenen Leistungen und unsere Preise... Lesen Sie mehr
Kontakt:
Stefanie Blatz B.Sc.
Betriebsleitung
Radmoos 27
94353 Haibach
Mobil: 0151/64613339
E-Mail: Reitanlage-GutKirchhof@t-online.de
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